Hirscher, Johann Baptist von [Hrsg.]

Theologische Quartalschrift: ThQ

128.1948

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Abhandlungen

1.

Existenzialismus und christliches Ethos

Von Prof. D. Dr. Theodor Steinbüchel
Prorektor der Universität Tübingen

(Schluß)

In kurzen Grundzügen und längst nicht vollständig haben wir
die existenzphilosophischen Gedankengänge gezeichnet. Sie müs-
sen und können uns genügen, um jetzt der durch die Existenz-
philosophie fundierten Lebenshaltung des Existenzialis-
m u s uns zuzuwenden. Wir betrachten ihn vor allem in seiner
heutigen französischen Prägung und speziell in der von Jean Paul
Sartre ihm gegebenen Formung.

Er steht schon in Gefahr, „Mode" zu werden. Alle Welt
spricht von ihm und redet überall von ihm, im Cafe und auf der \
Straßenbahn. Im Roman, im Theater, im Kino findet er seinen
Niederschlag. Liest man aber den Bericht1") über die kürzlich in
Rom erfolgte Auseinandersetzung scholastischer Denker mit dem
Existenzialismus, vertieft man sich in die sehr gründlichen, Re- '
ferate der Zeitschrift „Merkur"'17) über diese Denkweise, ver-
folgt'

man die große Ahnenreihe des Existenzialismus, wie sie die.
Abhandlung von Henri Mougin im „Lancelot" in kritischer Ab-
sicht aufführt48), oder das Für und Wider, in dem ernste Philo-
sophen in Frankreich ncuestens zu ihm Stellung nehmen41'), dann

i t, ^t"^a Thum, Thomismus und Existenzialismus. In: Neues Abend-

ix l 5' 1947' S' 147 ff-
) Merkur 1, i und 2,, 1947.

49x ancc,ot 1947, 7 und 8 (aus: „La pensee" 1946).
■ ) Charles Eube, Für und wider den Existenzialismus; der Mensch
im heutigen Weltbild. In: Lancelot 1947, 9 (aus: Poesie" 47).
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