Schürer, Emil [Begr.]; Harnack, Adolf von [Begr.]

Theologische Literaturzeitung: Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Theologie und Religionswissenschaft

107.1982

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Theologische Literaturzeitung 107. Jahrgang 1982 Nr. 3

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25 H. Beintker, a.a.O., S. 109.

26 WA 50,660,2-4; vgl. 657, 18-30*.

27 WA DB 7,2, 14-16.

28 Lonning, a.a.O., S. 102.

2V Vgl. Ostergaard-Nielsen, a.a.O. (A. 15).
" Lonning, a.a.O., S. 102.

31 Lenning, a.a.O., S. 103 f.

32 Lonning, a.a.O., S. 102.

33 Der Reformator Martin Luther, in: St. Hedwigsblatt, 28, 1981, S. 243.

34 Lonning, a.a.O., S. 103.

35 Vgl. J. Haar, Initium creaturae Dei. Eine Untersuchung über Luthers Be-
griff der „neuen Creatur" im Zusammenhang mit seinem Verständnis von Ja-
kobus 1,18 und mit seinem „Zeit"-Denken, Gütersloh 1939.

36 Lonning, a.a.O., S. 103.

37 Dr. Martin Luthers Vorreden zu den Büchern der heiligen Schrift. Neue
gesammelte Ausgabe, Stuttgart 1841, 184 S., war bei J. F. Steinkopf wohl die
Folge der Neuentdeckung Luthers nach den Befreiungskriegen. 1883 gibt
P. Kleinert sie in Berlin heraus. Auch die Gesamtbibelausgaben der Bibelan-
stalten verzichten auf Luther in dieser Hinsicht und drucken eher
A. H. Franckes kurzen „Unterricht, wie man die Heilige Schrift .. . lesen
solle". Erst H. Bornkamm gibt sie wieder heraus (Hamburg 1967). Die Münch-
ner Auswahlausgabe hat die Mehrzahl der Vorreden in Bd. 6; in StA 1 (387)
391-416 sind nur 5 aufgenommen.

38 Lanning, a.a.O., S. 103.
3" Lanning, a.a.O., S. 103 f.

40 Vgl. H. Zimmermann, Kunstgeschichtliches und Ikonographisches zur
Bilderfolge in Luthers Septembertestament, in; WA DB 7, 525-528 (davor ste-
hen die 21 bzw. später 26 „Cranach-Bilder").

41 Besonders in De servo arbitrio (15*25); vgl. R. Hermann, a.a.O. (1958)
(A.15).

42 Lenning, a.a.O., S. 101 f.

43 Linning, a.a.O., S. 100.

44 Lonning, a.a.O., S. lOOf.

45 Lonning, a.a.O., S. 101 beschreibt es so: „Die menschliche Gestalt der
Schrift ist dann als Vorstufe, der Wortsinn der Schriftaussagen als Durchgangs-
stadium zur eigentlichen göttlichen Qualität zu verstehen."

46 Lonning, a.a.O., S. 101.

47 WA 18,605, 15-34 (Der Heilige Geist ist kein Zweifler).
48R.Hermann,a.a.O.(1981)(A.15),S.315.

" WA Br 3, 210, 53f. Vgl. Luthers scharfe Wendungen gegen Wiedertäufer
in den Predigten „Von der heiligen Taufe" (1534): „Denn wir wissen und leren
solchs auch, Gott lob, mehr und besser denn sie, was der Heilige geist jnn uns
wircket,. . . das er eben durchs wort und Sacrament und nicht auffander weise
mit uns wircken wil" (WA 37, 604, 11-17). „Wiltu mich leren, was geist ist,
und wo ich jn finde, so mustu mich nicht jnns Schlauraflen land weisen, son-
dern sihe nur nach Gottes wort, Wo du das hast, darftestu nicht viel disputirn
noch weiter gaffen und suchen, Denn du wirst jn doch ausser dem selbigen ni-
mer mehr finden, ob du dein lebtage suchest und dich zu tod trewmest und
denckest, Sondern hie mustu jn suchen, da hin er jn selbs gesteckt hat durch das
wort, das er die Taufte einsetzt jnn seinem eigen namen, Oder tharstu sagen,
das der name der Göttlichen maiestet anders sey denn eitel Geist?" (43, 15-22).

50 WA DB 10 1, 99, 14-101, 3 in der Textwiedergabe nach Mülhaupt
(A.22).

51 WA DB 10 [, 101,8f im Text nach Mülhaupt (A.22).

Allgemeines, Festschriften

[Aland, Kurt:] Text - Wort - Glaube. Studien zur Überlieferung, In-
terpretation und Autorisierung biblischer Texte, K. Aland gewid-
met, hrsg. v. M. Brecht. Berlin-New York: de Gruyter 1980. VIII,
397 S., 1 Porträt gr. 8' = Arbeiten zur Kirchengeschichte, 50. Lw.
DM 128,-.

Der Band ehrt K. Aland in charakteristischer Weise. Er ist konzen-
triert auf das Neue Testament, geht dieses Thema aber umfassend an.
Versammelt sind Beiträge zur neutestamentlichen Textkritik, Exege-
se,'Überlieferung und Übersetzung sowie zur Bedeutung und zum
Verständnis der Schrift in der Geschichte der Kirche. Eine durchaus
persönlich engagierte „Würdigung" des Geehrten durch H. Kunst lei-
tet den Band ein (S. 1-15), eine, entsprechend der Arbeitsweise
Alands breit angelegte, „Bibliographie Kurt Aland", erarbeitet von
B. Köster und Chr. Uhlig, schließt ihn ab(S. 377-397).

Einige interessante Beiträge greifen über den Bereich der kanoni-
schen Bibel-Bücher hinaus: M. Black, The Composition, Character
and Date of the .Second Vision of Enoch' (S. 19-30), erkennt „a He-
brew Urschrift for the Book of the Parables, wich I would date to the
early Roman period, probably pre-70 A. D." (S. 28); B. M. Metz-
ger, An early Protestant Bible containing the third Book of Macca-
bees. With a List of Editions and Translations of Third Maccabees
(S. 123-133), stellt eine weithin unbekannte lateinische Bibelausgabe
von J. Brenz vor, die 1564 in Tübingen erschien und deren alttesta-
mentlicher Teil mit 3Makk endet; W. Neuser, Calvins Stellung zu
den Apokryphen des Alten Testaments (S. 298-323) schließlich führt
eine deutliche Differenz in der Beurteilung der Apokryphen durch
Calvin und durch die spätere Orthodoxie vor. Überhaupt ein wenig
aus dem Rahmen der thematischen Einheit fällt der Beitrag von
B. Kötting, Die Aufnahme des Begriffs ,Hiereus' in den christli-
chen Sprachgebrauch (S. 112-120), der zeigt, daß erst seit der Mitte
des 4. Jh. das Wort lepeijg als eigene Bezeichnung für die Priester in
der kirchlichen Terminologie heimisch wurde. Mit textkritischen
Fragen beschäftigen sich CM. Martini, Were the Scribes Jesus'
Followers? (Mk 2: 15-16). A Textual Decision Reconsidered
(S. 31-39), der für den Anfang von Mk 2,16 einen Text verteidigt, der

so in keiner Handschrift bezeugt ist: xdi ypafifiateTi; rtöv tpapioaicov
ISövtbq'; H. Riesenfeld, Sind Konjekturen bei einer Übersetzung
des Neuen Testaments notwendig? (S. 40^6), der seine Themafrage
für Rom 7,21 bejaht und dort nach vönov ein xaXov einfügt („ich finde
also, daß das Gesetz für mich, der ich das Gute tun will, gut ist, weil
in mir das'Böse vorhanden ist"); G. D. Kilpatrick, The Text ofthe
Epistles: the Contribution of.Western Witnesses (S. 47-68), bespricht
34 „westliche" Lesarten, die Anspruch auf Ursprünglichkeit erheben
können, und wertet sie für die Textkritik aus (auch mit dem Ergebnis,
daß gelegentlich nur in Versionen der originale Text bewahrt ist, s.
IKor 10,13 oo \firi] xamXaßr) FG lat Ambst); J. Duplacy, Les Re-
gulae Morales de Basile de Cesaree et le text du Nouveau Testament
en Asie-Mineure au IVe siecle (S. 69-83), fragt nach patristischem
Zeugnis für die Textgeschichte des Neuen Testaments, und B. Fi-
scher, Ein altlateinisches Evangelienfragment (S. 84-111), endlich
legt eine Edition und minutiöse Analyse eines Mt-Fragments
(9,17.30-10,10) in München mit der Sigel W (Signatur Clm 29270(2
der Bayerischen Staatsbibliothek München) vor, die zumindest teil-
weise nur noch dem Spezialisten auf diesem Gebiet durchsichtig sein
dürfte.

Einen detaillierten, instruktiven Bericht über die Bibelüber-
setzungen in das Sorbische gibt P. Hauptmann, Die Bibel für das
Sorbenvolk (S. 134-158); Probleme der Bibelübersetzung in ganz
andere Sprachkulturen markiert E. A. Nida, Problems of Biblical
Exegesis in the Third World (S. 159-165).

Eine letzte, größte Gruppe von Aufsätzen befaßt sich mit Schrift-
verständnis und Schriftauslegung von der Rechtsfixierung in der
Alten Kirche und ihren pagan-juristischen Voraussetzungen (C. An-
dresen, Die Bibel im konziliaren, kanonistischen und synodalen
Kirchenrecht [S. 169-208]) bis hin zum Katholizismus an der
Schwelle unserer Zeit (M. Simon, A propos de la crise moderniste:
Ecriture et Tradition chez Alfred Loisy [S. 359-376]). Dazwischen
stehen Arbeiten über einzelne bedeutende Theologen der Kirchenge-
schichte: W. Schneemelcher, Der Schriftgebrauch in den ,Apolo-
gien' des Athanasius (S. 209-219); R. Stupperich, Schriftausle-
gung und Textkritik bei Laurentius Valla (S. 220-233); M. Brecht,
Beobachtungen über die Anfänge von Luthers Verhältnis zur Bibel
(S. 234-254); G. Müller, Andreas Osiander und die Heilige Schrift
(S. 255-273); R. C. Walton, Heinrich Bullinger und die Autorität
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