Schürer, Emil [Begr.]; Harnack, Adolf von [Begr.]

Theologische Literaturzeitung: Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Theologie und Religionswissenschaft

98.1973

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Theologische Literaturzeitung

Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Theologie und Religionswissenschaft

Begründet von Emil Schürer und Adolf von Harnadc
Herausgeber: Professor D. Ernst Sommerlath, D. D., Leipzig
in Verbindung mit Professor Dr. habil. Ernst-Heinz Amberg

NUMMER 2 °8. JAHRGANG_FEBRUAR 1973

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\.- .. P* „. .. ... n,„ loih-Seelc- Schenk, W.: Studienheft zu sieben Tex-

"^«pingen zur Gestnil einer alt- K,?JEf'KlJL, hd " rneelsüs und ten an» .lern Itömerbrief (J. Ilenkys) l.)8

W. Zimmerll .............. «I (P. Ile.ilr.rh)......•• • •• • • •■"*•' . studienhefl >n sieben Texten nus

^«W«. Die zweite Schrift au. "ÄÄJÄÄ J.MÄÄfÄWoVU- ^

^nK-Haiuiiiaili-(xMlex VI. .......»"P '«* '•■•« IMF»'W U" ""■ , vierten Evangelium« (.1. Ilenkys, I IM

»•» H.-C. Bethg,............... »7 „mhlsgesprr.ch (th. M. Ilnuf.) jJjj Schild, it.. s. Weber, Im M. ......... II

Ari,,,. i, H«g«Ti * "1,xl' '?.'■"** *. . „ Sehtltz It.- Psychoanalyse und ehrist-

Ah.,' Kirche «U Errfgnli (J. Merkel, lt.: Die \Viderspriirl.e zwischen Se hi.tr ^ ^ ...... ,„

H.,,'"'"1"")...................... lS< den Evangelisten (J. Hol.de) 11 •' p . Vor esungen über die Ge-

••»• ''• "m Luther, Erbe (.1. Na« llnmmndi: The f „es.;... e Ed - ,chiehte des . nristli. l.en Denkens, I.

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tn und Sacharja (M. BIS) ....... • H-! dans la prierc pour les morts (W. _ riitnan^ «

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^^»gie (Ii! Gerber) ........ 134 „„«^'^'Äwy "" H.rger. Ch., Dt. lUen.ri.rh. Eigenart

,v "•(."•lisrl.en Kin/elbeiebte W. Na- Ijgen Geist in der rab.....isehen Ii- <.el....l..d« "'l" ° . 156

,, ' ............................ I« terator(L. Hartman).........• »■••"»•• ...........

(»Ge»*-* <"d KvangeHnm Sehenk, W.i Hibeh.rbei. u..d n.bel- iWBiiehcr:..................... Itt

(K-H. Knndler) ................. Ii« woehe (J. Ilenkys) ...............

Erwägungen zur Gestalt einer alttestamentlichen Theologie

Von Weither Zimmerli, Güttingen

jv I So hat man denn nach der Phase der „Religionsgeschieh-

6frt&ltung einer Theologie des Allen lcn"3 zögernd wieder angefangen, „Theologie*1 zu schreiben.

''r'h.'l)|''"i'"( S' sl( "' Verfasser einer solchen vor nicht uit- K. Sellin zunächst so, daß er in seiner „Alttcstamentliohen

weri| 'C c f'ohleme. Wie soll die l'ülle des Stoffes gebändigt Theologie auf religionsgeschichtlicher Grundlage" auf einen

wjn| ,"' '''lne daß der einzelneu Aussage Gewalt angetan eisten Teil „Israelitisch-jüdische Religionsgeschichte" (1933)

''•'in \i S°" ('"s -'"''nausend Werdegeschichte, das hinter einen zweiten „Theologie des Allen Testaments" (19362) fol-

'■<H| _■**". C8t'i'nent steht und auch dessen Heden von den ließ, während die postume „Theologie des Alten Testa-

b**inÖnß m ' S ' '"' " ','"'0'°B'';' z" '"" ''''^ schwerwiegend ments" von O. Procksch (1950) schon küliner die beiden Teile
"t, in dieser seinen anpemesseneu Ausditick finden? unter den großen Stichworten: l. Die Geschichtswelt, und
besondere Problematik einer ,Jiddischen Theolo- 2. Die Gedankenwelt, in einem Hand zusammenfaßt. L.

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i8t (Jn !c 1,1 unseren Tagen neu zur Diskussion getteOl worden Köhler, in dessen „Theologie des Alten Testaments" (1936,

s<l" bj e'nen weiteren großen Pragenkomplex umfaßt, 19ÜÜ'') die reiche Vorarbeit des Lexikographen sich mit einer

**"Uften ,"<;'11 eingegangen werden'2. Die unbefangene /u- besonderen Gabe der stilistischen Darstellung paart, läßt

''ein,.' ('''r Aussagen beider Testamente ist uns den geschichtlichen Vorbau ganz weg und gruppiert die alt-

Syet« "" '" mehr möglich. Aber auch die Entwicklang eines lestamentlichen Aussagen bewußt lose um die drei großen

l)og,n'!'S V"" ''''"estamenllicheii I.ehrbegriffen, die dann der Stichworte: Gott, Mensch, Gericht und Heil. Einen Vorstoß

li(.|„," 'Ii"4 '"'""heiten, erweist sieh als dem alttestament- zu neuer Bestimmung einer Mitte des Alten Testamentes

die |e "'"ken ungeraäß. Auf der anderen Seite befriedigt hat W. Eichrodts „Theologie des Alten Testaments" (I 1933;

liel1,.M!'.l)>,,"l"li"" der „Theologie" vor dem religionsgeschicht- II 1935; III 1939; I 1957»; II/III 19CP') mit ihrem Ausgehen

zu gi "ken, das lediglich mehr, ,Hcligionsgcschi(hte Israels" vom „Bund" unternommen. Die vom „Bund" beherrschten

f-inlie' "**_'" erlaubt, auch nicht. Sie Irägt .lern vehementen Aussagen über „Gott und Volk" kommen dabei ins Zentrum

dir,. "sw'"en der alllestiimenllicheii Aussagen, die durch zu stehen, flankierend treten duneben die Ausführungen über

'"»'uleru"' ("'s<''''ehte bin nicht von vielerlei Gott Israels, „Gott und die Welt" und „Gott und Mensch". Der letzte

- u Vou dein einen zu reden behaupten, nicht Hechnung grotie I^ntwurf II. von Rads („Theologie des Allen Testa-

■»«nt dW Tat,ache z" schweigen, daß das Alte Testa- ments" I 1957; 19Ü2«; II 19C0; 19654), der heute die üiskus-

Kir,.|1(, J"1 fheologen, der es mit ihm zu tun hat, von der sion beherrscht und eine Eülle neuer Aspekte eröffnet hat,

der Zw , r 'niveri r.iui iS| auf deren Kanzeln das Doppell.uch verzichtet auf die Bestimmung einer „Mitte des Alten Testa-

v'eU>i.|,,<jlp' eslaineiite liegt — Kanzeln, von denen her nicht inenls" und stu hl traditionsges. hicbtlieh die Abfolge der

"'ttghmben^vej-kigdigl werden will. einzelnen theologischen BntWUrft innerhalb des Alten Testa-

- 0.

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