Schürer, Emil [Begr.]; Harnack, Adolf von [Begr.]

Theologische Literaturzeitung: Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Theologie und Religionswissenschaft

97.1972

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421 Theologische Literaturzeitung 97. Jahrgang 1972 Nr. 6

■ , _ „ , rimbc Festschrift für O. Söhngen zum 60. Geburtstag, i960),

"eilen Realität, in der sicli der Patient bewähren muß, als 233»rt" Solche Verkündigung der Gnade und Herrlichkeit Christi gc-

d»S therapeutische Zwcierverllültnis schiebt' hn christlichen Gottesdienst ebenso durch das W ort der Bot-

.ipeuuscne /Ytt eiervei ll.lltnis. Spenilung der Sakramente wie durch Anbetung, Lob-

Uie beelsorge schickt sich gegenwärtig an, von (1er Orup- .g (.(,be( i)nnksagung und Bekenntnis der glauben den Gemeinde.

Penpsychologie zu lernen2». Nicht alles wird man von ihr (S. 12.) Die Gemeinde hat hier zwar an der Verkündigung teil, aber

übernehmen können. So wird sich z. B. der Pastor nicht in ^^äll^Z^lT^^ <5*"S F*^,"

der Weise aus der Gruppendiskussion heraushalten können, die Praxis braucht nur auf die Agenden I der VELKund der E K U tun*

es der distanziert beobachtende und indirekt steuernde gewiesen zu werden. ,..,.„„ ,,pr rmtesdienste zumPrin-

p.v , . " j» i-i " W .Nagel Kann eine lhemutisicrung der Gottcsdi ensic zum rrai

f5>ehoIoge tut. Der Seelsorger wird vielmehr in die Gruppe neuer Gottesdienstgestaltung werden?, in: ZdZ, 197 1, S. '.06;

friert sein müssen, um als Bruder unter Brüdern bei der ebenso in^Kerygma und Mcios, Festschrift »»mGjb. von Uir.s,

benieinsamen Erörterung und Lösung von Glaubens- und Theologische Grundlagen von „Gottesdiensten in neuer Gestalt", und

Lebensproblemen hilfreich zu sein. Die bisherigen Kxperi- o. Diciz, Lelturgi« Im „Umbruch", die sich teils analysierend, tdi

mn„. . lllllKKll zu »ein. b l- warnend mit den heutigen gollesdiensllicbcn lirneucrungsbewegun»«

">cnte reichen zu einem allgemeinen Urteil über die Frucht- "SnMdCeSen. 8

barkeit dieser neugewonnenen Form der Scelsorge in. E. „ Um Mißverständnissen vorzubeugen, sei betont, daß hier eine

n<*l> nicht aus. Aber hier haben wir jedenfalls eine parallele Stellungnahme zum Für und Wider der forma.en D.a.ogprcd.gt nicht

Fn* ■ i 11* I beabsichtigt ist.

'«Wicklung zur gottesdiensthehen Praxis vor uns: Uieseel- -u ^ ^ gicichbctlteltc Vortrag von A. Schönherr in: Lasset euch

ärgerliche Autorität geht vom einzelnen Pastor und seiner versöhnen mit Gott. Ein Buch vom DenUchen Kvwg^llJ^en K^bv

^»on auf die christliche Bruderschaft über, und diese findet ^»tag i^ i^-rt-»n" JJ& ^^.XSEE

'hre letzte Verbindlichkeit in dem gemeinsamen Bemühen um dcL Evangelische Beichte in Vergangenheit mjdj

Quelle traditio des Evangeliums«. Man entspricht mit sol- -^TrtmXichu ZI?" S^nZtlZ«

c"er Methode nicht nur zeitgemäßen soziologischen Erforder- sc,1(.n Wettbonde», Hrsg. F.-W. Künncth, 1970.

"h8Se». andern kommt auch wieder in die Nähe urchristli- J"«XÄaÄ ifj^l1«»

lner Seelsorgepraxis». Gerade in den Neubaugebieten un- „bu n-w. Uhsadcla. a. O. 521.

serer Großstädte, wo sich christliche Gemeindebildung los- .. Zuln Problem der Übertragung vgl.: Ii. Thurneyscn, Die Lehn
von fast allen parochialen Traditionen vollziehen muß, von der S^to^J^M«.,^Ä^Sgun^iV.
Seheint die seelsorgerliche Gruppenarbeit eine gute Chance (1(.r Scelsorge, in: Forschung und Erfahrung im Dienst Seelsorge.
fÜr die 7, 1 r. i j ■ m Festgabe für Otto Haendler zum 70. Geburtstag, Hrsg !.•«, Kieso»
r a'e Zukunft zu bedeuten23. ™ .S(.bnrfcnborg, i960) A. nensch, Das seelsorgerliche Gespräch,
---——• 1967, S. 213 ff.

CiÄr, kA"„V ^ " EbeUngS ArUkCl "Trn<mi0n' "3 SÄ it«ÄÄl^u\L^hU vor

' Jloman Roessler in „Für den Gottesdienst", «1969, S. 30. denklich. , „ „ , i „n.nmnie in Klinik und Pra-

,. .Als naehtränUche Illustration zum Folgenden vgl. man den Im —vTs. Kurt Ilöck (Hrsg.), Gruppenpsychotherapie in Klinik und rra

; V1971 derThenlo^in Prneil^n »™hi»»»~.n nnli-ag „anstatt einer xiSj jen„ 1967.

■ Dal Kiu natürlich auch von der Gruppensoziologic und -pädago-

von .1. Schmid. . rc Qrommer, Gruppenbeziehungen In der Gemeinde, I.AI.

andipi ,i} derThcologia Practica erschienenen Beitrag

« 2~1= °e«chimpfung in < teilen" (S. 380).
Basel l" 5-'"' cder "'eorie der Predigt. Deutsch bcarb.

' Zitiert nach Für den GotlesHiensi" s Q TÖlO, S. 206ff., sowie das fhemaheft „Seelsorge und Gruppen'dyna

PredL0," r»«*theologl.eher aSS?wurde der Protest gegen die bisherige »'ik" WPKG' »• '?.70;.und <'en n"ilrrn? va" E-

•V;rff'WO'SO woh> deutUchften von H.-ü. Bastianen seiner Schrift (.ruppenseelsorge, in Zd2 1970 27 .ff. Ferner kann auf das demnächst

«>ch»Tmd',nB »»<l Verkündigung", 1965, vorgebracht. - Gewisse kri- d« >hL/< besprechende Buch von D Stollberg, Scelsorge durch

Ik',V^behalte gegen die „Predigt als Dialog" bringt unter den neue- jjjj Gruppe, 1071, hingewiesen werden und auf meinen Aufsatz „Zur

bein,i„r^ffcn,lichu"Brn •»''"»'« Bender, Bibcltcxl und Gcgcnwarts- £iT /n? i"". Pr'iX1S-,, .Ti,'. SS*1' " V"." d'',r, ' ''„"'T"'

fgm der Predigt, 1971, S. 44f. zur Sprache. };VA JPjU*^JL J' 3«; - ..l'rnkt.sch-1 he„log,sches Handbuch",

t*, "ifrzii iet „j- n i. i . r. i *____-j j Hrsg. (r. Utto, 1J)7U, rnllialt das SUchwort ,,druppfiisrclsnrt;*' noch

Thl-Zzu erwarte * ^ demnächst in der garBnieht; auch Gruppenthernpbic scheint noch nicht bekannt gewe-

• \Yi,. s . ' Ken zu sein.

'ären\ ii diese Feststellungen im Gegensatz zu der gängigen (autori- _ _ . . . . , _,

te, »«»mUetlk stehen, zeigt etwa die ÄuBerung von II lirner, Got- " ,) «\ d'c Prinzipielle Studie von J. Henkys, Seelsorge und Druder-

Mens,°.rt "nd «nsere Predigt, l'Hil, S. 10: „Gott gegenüber wird der schaf . Luthers lorn.el per mutu.n co......u.um et eonsolut.onem fra-

GotTr5Hn,c'»«'s zum Diskussionspartner, nur zum Beter. Wer ,iiber' 'hrer gegenwiirl.gen Verwendung und ursprünglichen Bedeu-

nicht d i d,'r ,,u'int nur die Begriffe, die wir uns von ihm machen, u »'

Verküi r bendigen Gott." - Urner weiß zwar, dnü der Auftrag der " Eine Darstellung der Seelsorge in ncutestamentlicher Zeit findet

Proble ■ unK an dic ganzp Gemeinde ergebt und daß es über dieses sich bei W. Jentsch, Hnndbuch der Jugendscelsorge, 1965, Teil I Ge-

,chnitim '? dor Praktischen Theologie eigentlich einen besonderen Ab- schichte der Jugendscelsorge, S. 43ff. J. weist u. a. auf das wechselsei-

u v 8eben müsse (S. 57), sagt selbst aber nichts in dieser Richtung. tige Ermahnen und Zureden in 1. Thcss. 5,11-14, Gal. 6,1 ff. und Hehr.

diei,stgl- elw'a Paul Althaus, Das Wesen des evangelischen Gottes- 3<13' l0.MI.Mn.

^'tunn.' 1926- — E. Kertzsch, Die Wirklichkeit der Kirche, Bd. 1 Die M Mit diesen Möglichkeiten hat sich u. n. die letzte Generalsynode
'"«sprach scllreibt zwnr: „Der Gottesdienst ist Begegnung oder der VELK der DDR. 1971 in Dresden beschäftigt. Vgl. das diesbezüg-
das \v01., m" (;ott", zitiert aber dann dazu ohne weitere Ausführung liehe Referat von M. Kuske, Seelsorgerliche Wechselbeziehungen in der
Tbeol0Jj ' ""icrs Festpredigt in Torgau (S. 32). - J. Beckmann, Gruppe, nbgedruckl im Amtsblatt der F.v.-I.uth. Landeskirche Säch-
sische Grundlegung der Lehre vom Gottesdienst (in: Gestalt sens, Jg. 1971 Nr. 20 (Fortsetzung im folgenden Heft).

RELIGIONSWISSENSCHAFT seine Drucklegung seinem Schüler Berafned Schlerath, der

sich, wie sich Lomme] ausbedungen halte, jeder inhaltlichen

**"nel, Herman: Die Gathas des Zarathustra. Mit einem Änderung enthielt. Er nahm nur stilistische und redaktio-

th 'an° V ^rwm Wolff, Die Zeitfolge der Gathas des Zara- nelle Korrekturen vor.

U97i1%?r8g' V' B' SchIerath- Basel-Stuttgart: Schwabe Lommel hat seinem Werk keine „religionsgeschichtliche
v. J s l S' 8° Sammlung Klosterberg, N. F., hrsg. Einleitung" mitgegeben, um „Auseinandersetzungen mit ab-
' ' Schwabe. Lw. DM 22,-. weichenden Ansichten" zu vermeiden (14f.). Statt dessen
au,.le Vbersetzung und Kommentierung der 16 heute als verweist er auf zwei frühere Arbeiten: seine „Iranische Reli-
ist .'^nlisel1 »nerkannlen Gathas des Zarathustra im Awesta gion" (in „Religionen der Erde", München, 2. Aufl. 1966
die U 1CtZte Frucht der jahrzehntelangen Forschungsarbeit, und „Religion Zarathustras", Tübingen 1930). Hinzugefügt
bes an Lommel der Religion des Propheten von Iran, sei sein Aufsatz „Zarathustra und seine Lehre" (Universitas,
^sonders ihren gathischen Problemen, gewidmet hat. Sie April 1957, S. 267ff.), der in seiner Kürze und Geschlossen-
rück' Wen'B übernrbcitet, auf eine Gemeinschaftsarbeit zu- heil vorzüglich in die Lehre und das Leben des Propheten
dern\dle. w8hrend seiner Frankfurter Lehrtätigkeit mit einführt und Lommels Anteil an ihrer Erforschung erkennen
skri,i " Krwin Wolff (t 1966) verband. Das Manu- läßt.

abg'1 .Wur vor Lommels Tod (1968) abgeschlossen, konnte Beides trifft in weiterem Umfang auf das vorliegende Buch

nicht mehr von ihm veröffentlicht werden. Er übertrug zu. Schon die Einleitung gewährt Einblick in die YVcrkstult
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