Schürer, Emil [Begr.]; Harnack, Adolf von [Begr.]

Theologische Literaturzeitung: Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Theologie und Religionswissenschaft

85.1960

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Theologische Literaturzeitung 1960 Nr. 1

42

13. 15; ,Gcn. 7, 8. 10; Gen. 8, 17. 22; Gen. 9, 7; Gen. 10, 4. 7.

10. 18. 25 (lies: Joktan). 26. 27. 30; Gen. 11, i. 4 (2 Fehler). 6. 29;

Gen. 12, 3. 15. 19; Gen. 13, 2. 3- 7; Gen. 14, 1. 2. 4. 10 (2 Fehler).

13. 17; Gen. 15, 2. 4. 12. 13; Gen. 16, 3. 6. 11; Gen. 17, 14. 16;
Gen. 18, 2 (2 Fehler). 3. 5. 12. 13. 18. 19. 30; Gen. 19, 1. 3. 5. 7
(2 Fehler). 11. 16 (2 Fehler). 19. 20. 21. 28. 33; Gen. 20, 7. 12. 16;
Gen. 21, 16; Gen. 22, 2. 3 (3 Fehler). 5. 13; Gen. 23, 9; Gen. 24,
3. 5. 13. 16. 27 (2 Fehler). 40. 43. 48 (2 Fehler). 55. 56. 67; Gen. 25,
2. 3 (lies: Seba). 6. 7. 13. 21. 28. — Dennoch bleibt sich der Rez. der
Mahnung des Verfs. am Schluß des Vorwortes bewußt: Facilius est
addere aliquid operi quam condere opus.

Leipiig Siegfried Herr mann

Bammel, Ernst: Höhlenmenschen.

Zeitschrift für die Neutestamentliche Wissenschaft 49, 1958 S. 77—88.
Burrows, Miliar: The Conduit of the Upper Pool.

Zeitschrift f. d. Alttestamentliche Wissenschaft 70, 1958 S. 221—227.
D e 1 e k a t, L.: Die syropalästinische Jesaja-Übersetzung.

Zeitschrift f. d. Alttestamentliche Wissenschaft 71, 1959 S. 165—201.
D h o r m e, Edouard: Les Origincs d'lsrael.

fitudes Theologiques et Religieuses 34, 1959 S. 78—100.
D u e n s i n g, Hugo: Ein Mosesapokryphon.

Zeitschrift f. d. Neutestamentliche Wissenschaft 49, 1958 S. 251—258.
D u s, Jan: Zwei Schichten der biblischen Paradiesgeschichte.

Zeitschrift f. d. Alttestamentliche Wissenschaft 71, 1959 S. 97—113.
F o h r e r. Georg: Der Vertrag zwischen König und Volk in Israel.

Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft 71, 1959 S. 1—22.
Herrmann, Wolfram: Das Aufgebot aller Kräfte — Zur Interpre-
tation von 1 K II 96—103 = IV 184—191 und Dtn 20, 5—7.

Zeitschrift f. d. Alttestamentliche Wissenschaft 70, 1958 S. 215—220.
J e p s e n, A.: Zur Kanongeschichte des Alten Testaments.

Zeitschrift f. d. Alttestamentliche Wissenschaft 71, 1959 S. 114—136
Kahle, Paul: Das palästinische Pentateuchtargum und das zur Zeit Jesu

gesprochene Aramäisch.

Zeitschrift f. d. Neutestamentliche Wissenschaft 49, 1958 S. 100—116.
Kuhn, Heinz-Wolf gang: Die beiden Messias in den Qumräntexten

und die Messiasvorstellung in der rabbinischen Literatur.

Zeitschrift f. d. Alttestamentliche Wissenschaft 70, 1958 S. 200—208.
L e h m i n g, Sigo: Zur Überlieferungsgeschichte von Gen. 34.

Zeitschrift f. d. Alttestamentliche Wissenschaft 70, 1958 S. 228—250.
Mand, Fritzlothar: Die Eigenständigkeit der Danklieder des Psalters

als Bekenntnislieder.

Zeitschrift f. d. Alttestamentliche Wissenschaft 70, 1958 S. 185—199.
M a n s o o r, Mcnahem: The Case of Shapira's Dead Sea (Deuteronomy)
Scroll of 1883.

Transactions of the Wisconsin Academy of Sciences, Arts and Lette«

47, 1959 S. 1 83—225.
— Some Linguistic Aspects of the Qumran Texts.

Journal of Semitic Studies 3, 1958 S. 40—54.
Murmelstein, B.: Spuren altorientalischer Einflüsse im rabbinischen

Schrifttum.

Zeitschrift f. d. Alttestamentliche Wissenschaft 71, 1959 S. 136—150.
Pfeiffer, Egon: Glaube im Alten Testament. Eine grammatikalisch-
lexikalische Nachprüfung gegenwärtiger Theorien.
Zeitschrift f. d. Alttestamentliche Wissenschaft 71, 1959 S. 151—164.

P r e u s s, Horst Dietrich: Die Psalmenüberschriften in Targum und
Midrasch.

Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft 71, 1959 S. 44—54.

Reventlow, Graf Henning: Die Völker als Jahwes Zeugen bei
Ezechiel.

Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft 71, 1959 S. 33—43.

R z""**'*"' Fritnior: Über cinen juristischen Terminus bei Esra 6,6.

Se eltsdlr'ft f. d. Alttestamentliche Wissenschaft 70, 1958 S. 209—215.
eJbtn tifSt.anislav: Die Schreibfehler in den ugaritischen nichtliterari-
vTn FH^ rrl!ttcxten <in Anschluß an das textkritische Hilfsbuch
von Fnednch Delitzsch klassifiziert).

Zeits hur die Alttestamentliche Wissenschaft 71, 1959 S. 23-32.

WgeeschiAtlichreUS:tudIiea8 Dcb°raUcd ~ *" U"d traditi0nS-

Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft 71, 1959 S. 67-97.

•T A- \V- P-: Ob«rvations on the Hebrew Participle.

Zeitschrift für die Alttestamentliche Wissenschaft 71, 19 59 S. 54-67.
Wol verton, Wallace I.: The King's „Justice" in Pre-Exilic Israel.
Anglican Theological Journal 41, 1959 s. 276—286.

NEUES TESTAMENT

Jeremias, Joachim, Prof. Dr., D.D.: Die Kindertaufe in den ersten
vier Jahrhunderten. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1958. 127 S.
gr. 8°. Lw. DM 13.50.

Unter dem Titel „Hat die Urkirche die Kindertaufe geübt?"
hat J. Jeremias schon 1938 (und in rev. Fassung 1949) Material
vorgelegt, mit dessen Hilfe Geburtsort und -datum der Kinder-
taufe genau angegeben, d. h. in der apostolischen Kirche gefunden
werden können. Man schuldet ihm Respekt und Dankbarkeit
dafür, daß er dieselbe Materialsammlung nun erweitert hat,
und daß er biblische Zitate, rabbinische Texte, patristische
biographische Andeutungen und lehrmäßige Ausführungen, dazu
Konzilsbeschlüsse und Grabinschriften noch einmal sorgfältig ge-
prüft und „so sachlich und nüchtern wie möglich" (S. 7) ver-
arbeitet hat. Noch bleibt es wünschbar, daß Liturgien und der
Kirchen-Baustil der von Jeremias behandelten Periode vom „Be-
weis"-Material nicht ausgeschlossen werden — mögen sie nun für
oder gegen Alter und allgemeine Verbreitung der Kindertaufe
sprechen. Aber auch so übertrifft Jeremias' neue Arbeit ihre Vor-
gänger erheblich: Die Grabinschriften aus dem 3. Jahrhundert
6ind nicht mehr (wie 1949, S. 22 ff.) unter dem unpassenden und
tendenziösen Titel „Das Zeugnis des NT" untergebracht; die
kritische Stimme Tertullians und „die große Krise der Kinder-
taufe" (d. i. die erste Hälfte des 4. Jhdts.) werden ausführlich
diskutiert; neue Belegtexte werden beigezogen; offene Fragen
bezüglich exakter Datierung werden offengelassen; es wird voll-
auf anerkannt, daß in manchen patristischen Texten das Wort in-
fans nicht das Alter des Täuflings, sondern sein, einem Kinde
gleichendes (vgl. Mark. 10, 15 u. P.), neues Wesen zum Ausdruck
bringt (S. 76; 111 A. 1). Vielleicht sollte auch Irenaeus adv. haer.
II 22, 4 zu diesen Texten gezählt werden (vgl. A. Benoit,
Bapt. ehret, au deuxieme siecle, Paris 1953, p. 216ff.).

Wie in den früheren Bearbeitungen desselben Themas ver-
zichtet der Verfasser zugunsten der jüd.-paläst. Genesiologie der
Taufe wieder auf die Beiziehung von Texten, die die hellenisti-
schen Mysterien betreffen („erst im 4. Jhdt. . . . haben sie sich
ausgewirkt", S. 114); wie zuvor unterscheidet er zwischen der
Übertrittstaufe von Kindern heidnischer Eltern und der Ge-
meindetaufe von Kindern aus christlichen Häusern; und schärfer
als je betont er seine These, daß schon zwischen 60 und 70 die
apostolische Kirche dazu überging, „die in der Gemeinde gebo-
renen Kinder zu taufen. Und zwar als Säuglinge!" Denn vor dem
4. Jhdt. sei keine andere Form der Taufe „als kirchliche Sitte be-
zeugt oder auch nur angedeutet" (S. 68). Die Proselytentaufe,
die Oikos-Formel, Origenes, Hippolyts Kirchenordnung und ihre
späteren Bearbeitungen, endlich Grabsteine sind des Autors
Kronzeugen. Er erhebt sich nicht zu G. Aulens kühnem Wert-
urteil, laut dem die Kindertaufe „die höchste, reinste und voll-
kommenste Form" der Taufe ist, sondern er arbeitet als scheinbar
unerbittlich neutraler Historiker, indem er nur „Mosaiksteine zu-
sammenfügt" (S. 94). Gerade in jene Periode vor ca. 150 n. Chr.,
welche A. v. Harnack für zu dunkel hielt, um die Praxis der
Kindertaufe „sicher zu belegen" (Mission und Ausbreitung des
Christentums I* 1924, S. 399), will Jeremias Licht werfen. Das
Schweigen der frühesten christlichen Dokumente zu diesem
Punkte zwingt ihn dazu, entweder durch neue Interpretation
ältester Texte oder durch Rückschlüsse aus späterem Material
das Dunkel zu erhellen.

Ein Kuriosum, das bei dieser Methode unterlaufen kann, soll
nicht unerwähnt bleiben; es kann eine Illustration dafür sein,
daß der Verf. auch solche Evidenz, die seiner These zuwiderlaufen
oder nur irrtümlicher Weise zu ihren Gunsten geltend gemacht
werden könnte, nicht unterdrücken will. Aufgrund recht eigen-
artiger Exegese von 1. Kor. 7, 14 und Apg. 21,21 (die man, wenn
man so wollte, durch Verweis auf 1. Kor. 12. 13, Gal. und Col.
in Frage stellen könnte) formt er die Theorie, daß in den aller-
ersten Anfängen „in der ganzen Christenheit" (1949 las man nur:
..in Korinth") jene Kinder, die in christlichen Häusern geboren
wurden, u n getauft blieben (S. 57). Im Anfang gab es laut dieser
Theorie nur die von der Apg. und 1. Cor. 1 bezeugte „Missions-
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