Luthardt, Christoph Ernst [Begr.]

Theologisches Literaturblatt

35.1914

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Zeitschrift für katholische Theologie. 37. Jahrg., 4. Heft: H. Mayer,
Geschichte der Spendung der Sakramente in der alten Kirchenprovinz
Salabnrg. B. Duhr, Der Olmützer Zensurstreit.

Zeitschrift für Philosophie und Pädagogik. 21. Jahrg., 6. Heft, März
1914: Klempt, Die neufriesische Schule (Forts.). G. Vogel,
Bodenreform u. Schulwesen. E. Hering, Johann Gottlieb Fichtes
Nationalerziehung. — 7. Heft, April 1914: Klempt, Die neu-
friesische Schule (Schi.). N. Exarchopulos, Der Einfluss der
deutschen Pädagogik auf das griechische Bildungswesen.

Zeitschrift für Philosophie u. philosophische Kritik. 153. Bd., 2. Heft:
M. Joseph, H. Aschkenasy f. E. Enyoväri, Zur Phänomeno-
logie der Ideation (Wesenintuition). A. Oelzelt-Newin, Alogische
Grundlagen unserer Erkenntnis. P. Scheerer, Die Frage nach der
Möglichkeit des Glücks u. der wahren Triebfeder des sittlichen
Handelns u. ihre Beantwortung durch August Döring. P. Petersen,
Referat über psychologische Literatur 1913.

Zeitschrift für positivistische Philosophie. 2. Jahrg., l.Heft: Petzoldt,
Die Relativitätsphiloeophie der Physik. Angersbach, Die natur-
wissenschaftliche u. insbesondere die naturphilosophische Tätigkeit
Henry Potonies.

Zeitschrift für Theologie u. Kirohe. 24. Jahrg., 2. Heft: K.Barth,
Der Glaube an den persönlichen Gott (Schi.). K. Geese, Vom Welt-
bild zur Dogmatik (über Karl Heim).

Verschiedenes. G. Morin legt in der Rev. BeheU Jan. 1914,
S. 1—34, eine neue, und wie er zuversichtlich meint, entscheidende und
endgültige Lösung des Rätsels betr. der Person des „Ambrosiaster", des
Verf.s des berühmten zur Zeit des Darcasus (366—384) entstandenen Kom-
mentars zu den pauiiniechenBriefen sowie der Quaestiones V. etN. T. vor:
Ambrosiaster ist „nicht vielleicht, sondern ist wirklich Euagriusv. An-
tiochien", von dem wir die von Hier, de vir. ill. 125 erwähnte Ueber-
setzung einer vita des Antonius aus dem Griechischen ins Lateinische
besitzen (Migne, ser. gr. 26, 833—976). Beweismittel für diese Iden-
tifikation bilden vor allem beiden gemeinsame sprachliche Eigentüm-
lichkeiten. Ferner: beide waren von vornehmer Geburt, beide hatten
einen kosmopolitischen Zug und besondere Beziehungen zu Aegypten,
beide waren gesetzeskundig und bekleideten irgendwo einmal ein öffent-
liches Amt, beide haben Bich in Italien aufgehalten (Euagrius 10 Jahre
von 363—373; dann wieder 381 auf dem Konzil in Aquilcja), beide waren
erst Laien, zuletzt Bischöfe, beide erklärte Parteigänger des Damasus,
beide Gegner des Arianismus. Jude braucht Ambrosiaster nicht gewesen zu
sein. Die diversarum özoDsasiov tractatus, von denen Hier. a. a. 0.
sagt, dass Euagrius sie ihm vorgelesen und noch nicht herausgegeben
habe, können gar wohl beide Werke des Ambrosiaster, die Quaestiones
und die Kommentare, unter sich befusst haben. Nach Souter heissen
letztere in den meisten Handschriften des Ambrosiaster „tractatus".
Euagrius starb schon 393. Nach seinem Tode erBt wurden sie dann
stückweise, wohl anonym, veröffentlicht. — Die Beweisführung Morins
scheint mir glänzend und zwingend. Gongratulamur. Wohlenberg.

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Inhalts

Nr. 19. Auf die Gottesreise. — Die Urgemeinde und das Evan-
gelium. VI. — Zwei Religionen? — Die religiöse Entwicklung August
Vilmars. IV. — Die Missionshilfe. — Kirchliche Nachrichten. Wochen-
schau. — Kleine Mitteilungen. — Feste und Versammlungen.

Nr. 20. Die Wahrheit. — Das Ichbewusstsein Jesu gegenüber dem
Menschengeschlecht. I. — Die religiöse Entwickelung August Vilmars. V.
— Lutherische Konferenz von Minden-Ravensberg in Bielefeld am 14.
und 15. April 1914. — „Positiv." — Fr^deric Mistral. — Kirchliche
Nachrichten. Wochenschau. — Kleine Mitteilungen. — Feste und Ver-
sammlungen.

Verantwort). Redakteur: Dr. theol. Ihmels, — Verlag von Dörffling & Franke, — Druck von Ackermann & Glaser, sämtlich in Leipzig.

Hierzu eine literarische Beilage von Vandenhoeck & Ruprecht in Göttingen.
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