Mittheilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft: Mitteilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft

76.1938

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40 Mitteilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft.

halten, während beim Felsbild ruhig dieses Attribut etwas
über der Hand angebracht sein kann. An der Gleichsetzung
von Yazihkaya Nr. 32 mit dem Gott Sulikatti (aus Tamar-
mara) kann man deshalb nichl zweifeln.

Unter den hethitischen Ritualen befindet sieh noch eine
Reihe von Bildbeschreibungen, die für die Deutung von Ya-
zihkaya von großer Bedeutung sind. Ihre Bearbeitung, zu
gleich mit der sämtlicher Hieroglypheninschriften und aller
Einzelheiten der Götterbilder Yazilikayas, ist im Gange.

H. Die Keilschrifturkunden.
Von

Heinrich O t t e n.

Der vorläufige Bericht über die Grabung des Jahres
1936 hatte als Arbeitsvorschlag gebracht, daß nicht nur
auf Büyükkale. sondern auch in der Unterstadt und auf
BÜyükkaya1) gegraben werden sollte. Denn damit mußte
die alte Frage nach dem Inhalt der verschiedenen Ton-
tafelfundstellen ihre Beantwortung finden. Hatten auch
die vorhergehenden Kampagnen manchen Anhaltspunkt ge-
geben, wie Ehelolf2) in den MDOG 75. 1987. 69f. ausge-
führt hat, Gewißheit konnte nur eine Grabung an den an

deren Fundstellen bringen.

Bei den Texten der Vorkriegsgrabungen ist eine Trennung nach
den verschiedenen Fundstätten nur hei wenigen Tafeln noch mög-
lich. Die in KBo II veröffentlichten Texte Stammen nach dem Vor-
wort von Büyükkale (Westabhang und „Archiv" h—1/12—14). Einige
weitere dort gefundene Tafeln nennt II. Winckler in der (»LZ 1906.
die ich hier zusammen mit ihrem Bpäteren Publikationsorl anführe.
Spalte 629: Briefe aus Ägypten (gut bezeugt auch unter den Naeh-
kriegsfunden). Vertrag mit Ägypten = KBo I 7: zitier! sind Vs. 4 i;
und 14.

680: Sunassura-Vertrag = KBo 16; Ubersetzt sind I 5 ff. und
I 40ff. (für „Meer" siehe IV 40, für „Fluß Samri" IV 59 ff.).

631: Erlaß des Hattuiili .. KBo VI 28; die Städtenamen
stehen Vs. 7—14, iß.BAT V». 19; die ausgeschriebene Zeile ist Ks. 2s.
MurSili-Annalen — KBo III 4.

') Diese Grabung wurde vorläufig zurückgestellt.
*) Ihm, als meinem Lehrer, schulde ich herzlichen Dank auch
für seine freundliche Hilfe bei der Abfassung dieser Arbeit,
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