Mittheilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft: Mitteilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft

76.1938

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28 Mitteilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft.

Deckel mit aufgemaltem
Blatt- und Rankenmuster
in roter, weißer und
brauner Farbe (Abb. 15),
die einer Gattung ange-
hört, welche schon vor
Jahren von R. Zahn als
g a l a t i 8 c Ii angesehen
worden isi l). I >a aber
die Scherben, die damals
••ins den Winckl ersehen
(I rabungen vorlagen, ihrer
Fundlage nach zeitlich
nicht genau bestimmt
werden konnten, bieten
die neuen Funde jetzl

... _ , , „ . eine erl'reuliclie Bestäti-

Abb. Ib. lempel I, Magazinraum 72,

Grab des 2. Jahrh. nach Chr. gUng*). Bogazköy hatte

bekanntlich damals seine
alte Bedeutung völlig verloren, da ein neues Zentrum, näm
lieh, das weiter «restlich gelegene Tavium, heute Bttyük Ne-
Eezköy, an seine Stelle getreten war. Bei einer genaueren
Untersuchung, die leider Iiis heute nicht stattgefunden bat,
würden wahrscheinlich dort zahlreiche Zeugen galatischer
Kultur gefunden weiden.

C. Das „H a u s am Ha n g".

ImStadtplanquadral L/18 haben Winekler und Makridi l(.)()7
und vor allem 1911 Teile eines großen hethitischen Bauwerkes
freigelegt, in dem so viele Stücke von Tontafeln gefunden wbr
den sind, daß sie für das Gebäude die Bezeichnung „Archiv

gewählt haiien. Da weder ein Plan des Früher ausgegrabenen

') AA 1907, 227/228.

*) Zur selben Gattung gehören folgende Stücke: Alisar < * »II* VI
Titelbild und256f. Fig.227) und Gordion (A.u. G. Körte, Gordionl78
Abi.. 160,6). Auf die Verwandtschaft dieser Gattung mit bemalter
keltischer Spätlatenekeramik und auf die gemeinsamen hellenistischen
Grundlagen hat K.Zahn a.a.O. schon eingehend hingewiesen.
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