Mittheilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft: Mitteilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft

19.1903

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Mitteilung No. 19, November 1903.

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Als immerwährende Mitglieder traten bei:
Herr Alfred Cohn, Frau Prof. A. Friedländer geb.
Nuglisch, Herr Dr. Benedict Friedländer, Herr Justiz-
rat Dr. Edmund Lachmann in Berlin.

Einmalige Beiträge zur nachträglichen Erwerbung
der bisher erschienenen Veröffentlichungen gingen der
Deutschen Orient-Gesellschaft zu:

von Herrn Eugen Boehm, Herrn Alfred Cohn, Herrn
Dr. med. Jansen, Herrn Dr. Wilhelm Michaelis in
Berlin; Herrn Ewald Küster in Breslau; vom Archäo-
logischen Museum in Halle; von Herrn Dr. E. Roediger
in Frankfurt a. M.; vom Ägyptologischen Institut der
Kaiserl. Universität in Straßburg; von Herrn Staatsrat
R. Klein in Moskau; von Herrn W. Golenischeff in St.
Petersburg.

2. Das Istartor in Babylon.

Von

Dr. Robert Koldewey.

Das Istartor ist ein Doppeltor: 2 Torgebäude hinter-
einander, beide in den Hauptteilen von identischer Anlage;
nur die Dimensionen unterscheiden sich. Zu beiden Seiten
der vorderen Tür liegt je ein Turm, hinter dem Eingang
der Torraum und in dessen Rückmauer die zweite Tür.

Der Typus des Grundrisses ist also der des Sen-
dschirlier Tores.

Der Torraum des nördlichen Gebäudes liegt quer zum
Eingang, der des südlichen in der Längsrichtung. Mauern
und Turmvorsprünge sind bei dem südlichen bedeutend
stärker als beim nördlichen.

Soweit ist die Anlage leicht verständlich. Aber nun
kommt etwas merkwürdiges: An den Stellen, wo sonst,
wie man erwarten müßte, die Stadtmauer anschließt, stehen
hier nur 4 kurze Schenkelmauern, die in einer Entfernung
von etwa 22 Metern vom Torgebäude aufhören. Die Enden
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