Mittheilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft: Mitteilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft

13.1902

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Mitteilungen der Deutschen Orient-Gesellschaft.

zeichnen. Ist eine Gruppe abgewandelt, so folgt eine
neue Grundform, die in unserem Falle die Gestalt eines
Winkelhakens hat.

Die weiteren ergänzenden Belege bietet Abb. 4, sowie
die Uebersicht von bisher beobachteten Zeichen (Abb. 1
und 2).

Für eine künftige endgiltige Rekonstruktion werden
die Versatzmarken von besonderem Werte sein. Man
wird ausser anderen aus ihnen vielleicht genauere An-
gaben über die Ausdehnung der Ornamente, sowie über
ihre Gruppierung herauslesen können, selbst wenn grosse
Partieen der GlasurfUlcbc fehlen sollten. Jedenfalls aber
wird die richtige Rekonstruktion für einen umfangreichen
Teil unserer bisher ganz einzigartigen Wanddekoration
damit gesichert werden.

Babylon, im Dezember 1901.

W. Andräe.

Auszug aus zwei Briefen Dr. Koldewey's.

Babylon, den 31. März 1902.

Unsere Feldeisenbahn ist nunmehr richtig hier ein-
getroffen. Sie ist von Bassorah bis hier 23 Tage unter-
wegs gewesen.

Auf dem Kasr sind in o,1f> Teile der Prozessions-
strasse mit „Schadu-" und „Turminabanda"-Blöcken, die
die bekannten Inschriften tragen, in situ zutage getreten.

den 4. April 1902.

Einen von den Ziegelrelief-Stieren und den„Sirruschu"*)
hat Herr Andrae gezeichnet (s. die Beilagen). Bei diesen
unglasierten Reliefs sind ebenso, wie bei den glasierten, die
Stirnseiten der betreffenden Ziegel mit dem Relief ver-
sehen, die Ziegel selbst wie gewöhnliche Ziegel in dem

*) Vergl. diese Mitteilungen No. 12 S. 14.
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