Indische Handschriften / Indian manuscripts

Die indischen Handschriften stellen mit über 870 Stücken die zahlenmäßig größte Gruppe innerhalb der orientalischen Handschriften dar. Die ersten 11 Exemplare wurden 1838 von Missionar Johannes Häberlin aus Tuttlingen der Bibliothek geschenkt und von Heinrich Ewald in einem ersten Katalog beschrieben.

Bei Erscheinen des nächsten Handschriftenkatalogs im Jahr 1865, der nur noch die indischen Handschriften umfasst, sind diese schon auf 277 Stück angewachsen. Sie wurden von Rudolf Roth (1821-1895), Professor für indische Sprachen und Oberbibliothekar unserer Bibliothek, in aller Kürze beschrieben. Nach 1865 erwarb Roth bis zu seinem Tod 1895 weitere etwa 200 Handschriften, die zusammen mit solchen, die aus seinem privaten Besitz der Bibliothek vermacht wurden, im 1899 erschienen Katalog von Richard Garbe beschrieben wurden.

Von den Schenkungen und Erwerbungen im 20. Jahrhundert seien erwähnt: Die so genannte „Hoernle-Sammlung“ mit 80 überwiegend Prakrit-Handschriften, die 1905 vom Esslinger Fabrikanten Otto Bayer der Bibliothek geschenkt wurde. Eine Sammlung von Palmblatthandschriften aus Orissa, die um 1978 an die Bibliothek kam, sowie die Malayalam- und Kannaḍa-Handschriften aus dem Nachlass von Hermann Gundert, die 1986 erstmals gesichtet und intern bestimmt werden konnten.

Alle indischen Handschriften sind im internen handschriftlichen Inventar verzeichnet.

The collection of some 870 Indian manuscripts is the largest of the library’s Oriental manuscript collections. The first 11 manuscripts were given to the library in 1838 by missionary Johannes (John) Haeberlin, native of Tuttlingen. Heinrich Ewald described them in the first catalogue of Oriental manuscripts of the library, published in 1839.

The next manuscript catalogue was published in 1865 and this time, it contained only the Indian manuscripts, whose number had increased to 277. The very short descriptions were written by Rudolf Roth (1821-1895), the professor for Indian languages and head librarian of the University Library. Until his death in 1895, Roth acquired some 200 Indian manuscripts for the library. They were described, together with manuscripts from his private collection which were bequeathed to the library, by Richard Garbe in his catalogue from 1899.

The following additions to the collection during the last century are worth mentioning: The so-called “Hoernle collection” consisting of 80 mainly Prakrit manuscripts. It was donated to the library in 1905 by the industrialist Otto Bayer. A collection of palm leaf manuscripts from Orissa was acquired in 1978. The collection of Malayalam- and Kannada manuscripts from the Hermann Gundert estate was re-discovered and identified in 1986.

All Indian manuscripts are rudimentarily described in the internal inventory.


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