Theologische Zeitschrift (TZ(W))

Titel
Theologische Zeitschrift. – Wien; Triest: Geistinger. – 1.1813 - 13.1825/26
Signatur UB Tübingen
Gd 35
ZDB-ID
541081-2
zum Herausgeber
Jakob Frint (1766-1834): Professor für Religionswissenschaft, Hof- und Burgpfarrer unter Kaiser Franz I., Bischof, Gründer des „Frintaneum” in Wien (Priesterbildungsstätte ohne unmittelbaren Einfluss Roms). Das Nachfolgeorgan „Neue theologische Zeitschrift” (1828-1840) wurde von Joseph Pletz (1788-1840) redigiert, der auch schon vorher einige Beiträge beisteuerte.
zum Verlag
Geistinger (Wien und Triest): Viele Titel dieses Verlages gehören zum Bereich der Theologie und Philosophie, wobei die pädagogisch-aufklärerische bzw. apologetische Zielsetzung deutlich zu Tage tritt. Auch die meisten übrigen Werke Jakob Frints erschienen hier. Publikationen des Verlages Geistinger.
Konfession
Katholisch
Theologische Schule
Katholische Apologetik, Bildungselite
Volltext der Zeitschrift

Theologische Anliegen

Frint geht es nicht unmittelbar um Interessen einer theologischen Schule als um die Schaffung eines Publikationsorgans für den österreichischen Priesternachwuchs und begabte katholische Laien. Man könnte sowohl Einflüsse der katholischen Reform als auch der Aufklärung in dem Bestreben sehen, zur Hebung des Bildungsstandes und Fortentwicklung bzw. Konzentration geistiger (nicht nur: geistlicher) Aktivität beizutragen.

Die „neu aufgefundenen Wahrheiten” müssen „für die künftige Generation aufbewahrt, und selbst den Zeitgenossen bekannt gemacht werden. Publicität und Aufbewahrung sind die unentbehrlichen Bedingungen der fortschreitenden Verstandesbildung” (TZW 1. 1813, S. 4). Wichtig ist ihm, dass es sich um „eine einheimische Zeitschrift” handelt, „welche gerade auf unsere Bedürfnisse berechnet ist”, „eine Zeitschrift, durch welche es dem inländischen Klerus möglich und leicht wird, seine eigenen Bemerkungen, seine speciellen Erfahrungen, seine eigenthümlichen Ansichten und Versuche, in wie fern sie zur Publicität geeignet, und der Aufbewahrung für die Nachkommenschaft werth sind, niederzulegen” (S. 9).

Frint hofft: „Auf diese Art kommt nach und nach ein regerer Geist unter den heranwachsenden Klerus, die Liebe zur Literatur wird geweckt und ernährt” (S. 10). Es geht besonders um „die intellectuelle und moralische Bildung des geistlichen Standes” (S. 11), auch um eine „Veredlung des Herzens” (S. 11). Es geht „ganzheitlich” nicht nur um die Pflege des Verstandes, sondern auch um „Abhandlungen, welche edle Gefühle, besonders das Pflichtgefühl wecken, die einen heiligen Eifer zur Beförderung der religiös-moralischen Volks-Cultur anfachen, unsern Muth befestigen, die vorkommenden Hindernisse standhaft zu besiegen” (S. 17).