Theologische Quartalschrift (ThQ)

Titel
Theologische Quartalschrift. – Ostfildern : Schwabenverlag. – 1.1819-
Signatur UB Tübingen
Gd 34
ZDB-ID
207495-3
zum Herausgeber
Johann Baptist von Hirscher (1788-1865), Johann Sebastian von Drey (1777-1853), Peter Alois Gratz, (1769-1849) Johann Georg Herbst (1887-1836), Moritz von Aberle (1817-1875), Johannes Evangelist von Kuhn (1806-1887), Felix Himpel (1821-1890), Franz Quirin von Kober (1821-1897), Franz Xaver Linsenmann (1835-1898), Jacob Zuckriegl (1807-1876). Es handelt sich um das Organ der Kathol.-Theol. Fakultät Tübingen und um die älteste noch bestehende theologische Zeitschrift in Deutschland.
zum Verlag
Zunächst Lauppßsche Buchhandlung (Tübingen): Dieser Verlag publizierte Literatur aus allen Fächern, im theologischen Bereich aus beiden Konfessionen. Später: Schwabenverlag (Ostfildern): Dieser Verlag bringt fast ausschließlich theologische Literatur mit katholischer Ausrichtung auf dem Markt, dabei auch viel eher populäres Material. Publikationen des Verlages Laupp, Publikationen des Schwabenverlages.
Konfession
Katholisch
Theologische Schule
Katholische Tübinger Schule, Reformkatholizismus
Volltext der Zeitschrift

Theologische Anliegen

Geschichtlichkeit

Betont wird das geschichtliche Gewordensein und die beständige Entwicklung des Christentums und der kirchlichen Lehrsätze. Das Christentum wird entsprechend einem inkarnatorischen Denken und Organismusmodell als in die Geschichte eingebettet wahrgenommen. Dadurch entsteht eine Skepsis gegenüber übergeschichtlich-seinshaften ewigen Wahrheitsansprü;chen. Vielmehr wird die Gegenwartsbezogenheit und Kontextualität herausgestellt. Ein innerkirchlicher und inhaltlicher Pluralismus wird für möglich, ja für notwendig gehalten.

Wissenschaftlichkeit

Aus dem dezidiert geschichtlichen Denken folgt eine Offenheit für historisch-kritisches Arbeiten. Auch ist eine Nähe zur spekulativen Philosophie und zum interdisziplinären Austausch ohne theologische Primatsansprüche vorhanden.

Kirchlichkeit

Im Unterschied zur Neueren Tübinger Schule der evangelischen Fakultät in Tübingen, zu der manche Berührungspunkte bestehen, bleibt die Katholische Tübinger Schule im kirchlichen Rahmen der katholischen Kirche. Einige ihrer Vertreter werden Bischöfe oder bekleiden andere kirchliche Ämter.

Aktualität und Popularität

Die ThQ will „die Eigenschaft eines gewöhnlichen theologischen Journals” „mit der eines Magazins der neuern Kirchen-Geschichte verbinden” (Bd. 1, S. 4). Deswegen werden neben theologischen Abhandlungen auch Nachrichten sowie – gerade auch kirchenpolitisch relevante – „Materialien zur Geschichte und Beurtheilung des neuesten Kirchenwesens” aufgenommen (Bd. 1, S. 4-5).

Siehe auch Monographien zur Katholischen Tübinger Schule (SWB), Aufsätze zur Katholischen Tübinger Schule (IxTheo), Aufsätze der Theologischen Quartalschrift (IxTheo), Monographien über die Geschichte der Theologischen Quartalschrift (SWB), Aufsätze über die Geschichte der Theologischen Quartalschrift (IxTheo).