Theologisches Literaturblatt (ThLBlB)

Titel
Theologisches Literaturblatt / hrsg. in Verbindung mit der Katholisch-Theologischen Fakultät zu Bonn. – Bonn: Henry. – 1.1866 - 12.1877
Signatur UB Tübingen
Kb 70.4
ZDB-ID
551773-4
zum Herausgeber
Franz Heinrich Reusch (1825-1900). Institutioneller Herausgeber ist die Katholisch-Theologische Fakultät in Bonn. Reusch begründete später allerdings die altkatholische Kirche mit.
zum Verlag
Henry (Bonn). Der Verlag Henry war ein fachlich breit angelegter Wissenschaftsverlag. Theologische Literatur war allerdings katholisch ausgerichtet. Wichtiger ist die institutionelle Herausgebertätigkeit der Fakultät. Publikationen des Verlages Henry.
Konfession
Katholisch
Theologische Schule
Liberaler Katholizismus
Volltext der Zeitschrift

Theologische Anliegen

Wissenschaftlichkeit

Es handelt sich um ein Literaturberichtsorgan, das für thematisch orientierte sonstige Aufsätze nur bedingt Platz bietet. Wichtig ist v.a. die Vorstellung und Diskussion der neuesten theologischen Literatur, dabei jedoch keineswegs nur der deutschsprachigen oder katholischen. In der Auswahl und Bewertung der Literatur kommt die Prägung Reuschs und anderer Bonner Theologen durch die historisch-kritisch ausgerichtete und sich in diesem Sinne als wissenschaftlich verstehende Theologie zum Ausdruck. Im „Literaturblatt” wird Stellung gegen das Unfehlbarkeitsdogma des Papstes bezogen und man geht bei aller kirchlichen Grundhaltung doch kritisch mit der Lehrtradition und Anspruch wie Verlautbarungen des Lehramtes um. Bezeichnend ist die Aufforderung im Vorwort des ersten Bandes, Aufsätze einzureichen, „welche, an irgend eine literarisch Erscheinung anknüpfend, irgendwelche für die Wissenschaft oder das kirchliche Leben wichtige Fragen behandeln, oder welche sonst in kritischer, historischer oder anregender Weise Gegenstände der Literatur kurz besprechen” (Sp. 1-2).

Aktualität

Die Gattung einer Rezensionszeitschrift mit kurzem Nachrichtenteil verfolgt das Ziel, thematisch möglichst umfassend, im Umfang komprimiert und zugleich so aktuell wie möglich über neuere Entwicklungen, soweit sie sich literarisch artikulieren, zu informieren.